Brand Design Einreichung
Kulturhauptstadt Europas 2024
Projektumfang:
Artdirektion,
Brand Identity Design
Veranstaltungsdesign


Das finale Design
Wie unser Brand Identity Design am Ende ausgesehen hat?
Hier sind ein paar Impressionen unserer finalen Einreichung.



Wie wir dahin gekommen sind?
Schritt 1: Recherche
Nachdem wir alle vorhandenen Informationen zum Konzept recherchiert und die im offiziellen Bid-Book verwendeten Design Elemente evaluiert hatten, haben wir Design Elemente ausgewählt, welche viele der im offiziellen Konzept verwendeten Schlagwörter repräsentieren: diese sind beispielsweise Salz, Mut, Tradition, Verbindung, Offenheit, Europäisch.
Schritt 2:
Die Farben
Der rot-orange Farbton, sehr ähnlich der Farbe, die im Bid-Book verwendet wurde, ist inspiriert vom Aussehen von Steinsalz. Weiß ist ebenso traditionell assoziert mit (Speise-)Salz und sogar schwarzes Salz existiert in der Natur - als eine Form besonders hartem Steinsalzes.
Rot/Orange wird weitläufig mit den Schlagworten belebend, vitalisierend, aktiv, aber auch mit Mut und Widerstand assoziert. Alles Themen, die auf die eine oder andere Art im Konzept der SKGT24 Einreichung angesprochen wurden.
Weiters sind rot (und weiß) die Farben der österreichischen Flagge und daher sind diese Farben natürlich passend für den österreichischen Kulturhauptstadt-Gastgeber 2024.

Schritt 3: Die Schriften
Die ausgewählten Schriften muten einerseits zeitgenössisch und solide (Cunia Bold), andererseits traditionell und elegant (Bluu Next und Jost*) an und schaffen dabei eine Verbindung von traditioneller und zeitgenössischer Typographie.
Die modifizierte Schrift Hamburg Hand (teilweise abgeschnitten und schließlich auf Punkte reduziert) suggeriert weiters Bewegung, Veränderung und Transformation im Allgemeinen, aber auch die Transformation von Salz zu Kultur im Konkreten: dem proklamierten Slogan von SKGT 24 (Kultur ist das neue Salz).
Schritt 4: Die Bilderwelt
Der schwarz/weiß-Effekt, der auf den Fotografien verwendet wurde, hilft dabei, einen konsistenten Gesamteindruck zu vermitteln. Gleichzeitig werden schwarz-weiß-Bilder gedanklich mit vergangen Zeiten verbunden und somit mit Tradition assoziert.


Schritt 5: Die Symbole
Der Strich, insbesondere der Binde- oder Gedankenstrich, repräsentiert immer eine Verbindung von zwei Teilen. Nachdem das Schaffen von Verbindungen ein zentrales Thema von Bad Ischl's Einreichung ist, scheint er prädestiniert für den Einsatz im Branding der Kulturhauptstadt 2024.
Wenn die Linie um 90 Grad gedreht und über die bestehende Linie gelegt wird, entsteht ein Plus. Ein darüber hinausgehender Wert - welcher als einen Zuwachs an kulturelle Projekten gesehen werden kann.
Die selben Linien diagonal gedreht und übereinander gelegt erinnern an Hammer und Spitzhacke, dem Symbol von (Salz)Bergwerken.
Werden all diese Elemente miteinander verbunden, entsteht wiederum etwas Neues: Ein Sternchen, welches immer ein Darüberhinausgehen des Genannten signalisiert. In diesem Projekt des Kultuhauptstadtjahrs 2024 kann ebenso etwas Neues kreiert werden - etwas das über die Limits des existierenden kulturellen Status Quo hinausgeht.
Schritt 6: Das Logo
Basierend auf den vorausgewählten Elementen wurde eine ausgewogene Mischung aus traditionell und zeitgemäß anmutenden Schriften gewählt.
Die Hauptschriften, die jeweils einen dieser Teile repräsentieren, werden zu gleichen Teilen in der kompletten und in der reduzierten Version des Logos verwendet.
Die Farben jeder Version können beliebig ausgetauscht werden, ohne ihre Wirkung zu verlieren. Als Hauptversion ist jedoch die schwarze Schrift auf orange-rotem Hintergrund gedacht. Die Idee dahinter ist, dass Salz die Basis bildet, auf der die Kulturhauptstadt aufgebaut wird.
Der Bindestrich zwischen Bad Ischl und Salzkammergut wird in der vollständigen Version zum gestalterischen Element stilisiert während er in der Kurzversion die, in dieser Darstellung nicht genannte, Bannerstadt ins Gedächtnis ruft.
Wie die Position der erweiterten Logo-Inhalte (z.B. die Erwähnung “Kulturhauptstadt Europas” und “Bad Ischl”) bleibt aber auch der stilisierte Bindestrich variabel positionierbar.
Die Jahreszahl findet rechts unten ihren Platz und verweist damit dezent auf die Schreibweise der chemischen Elemente. Denn ein solches ist Salz (und damit ein Teil des zugrundeliegenden Themas der Kulturhauptstadt Bad Ischl - SKGT 24) schließlich.

